Eigentlich sollte die Strecke nur 35km und maximal 1h dauern, aber irgendwie mache ich was falsch.
Ich komme auf sehr schmale Strassen und habe das Gefühl, dass das Navi versucht die Hauptstraße zu umgehen. Ich komme auch plötzlich auf Kopfsteinpflaster. Danach auf Feldweg mit Schlaglöchern. Ich frage einem Angler wo ich den am besten fahren kann und er weist mich ebenfalls in die gleiche Richtung, wie das Navi. Als ich aber Oberflächlichen Wasser sehe beschließe ich sofort umzukehren. Ich habe keine Lust mich im feuchten Boden festzufahren. Wüste und Sand können ganz okay sein, aber kalter, nasser Schlamm – nein danke.

Ich erreiche auch das Meer, aber es gibt zwei Baustellen. Die Küstenstraße wird wohl zur Promenade umgebaut und ist für Fahrzeuge unpassierbar und die dahinter gelegene Strasse ist wohl noch im Bau. Ich beschließe etwas weiter im Lande an die Küste zufahren. Da Rosalis Tank zur neige geht, mache ich einen Stopp an der Tankstelle und fülle gleich etwas Scheibenwischerwasser nach.
Der Preis von 1530tl, was 93,70€ sind, haut mich fast vom Sockel. Hier ist der Literpreis noch bei 1,35€/l. In Deutschland ist der Diesel bei 2,20€/l. Himmel!!!
Um 17 Uhr erreiche ich meinen Platz. Für die 40km habe ich lange gebraucht, ich bin wohl nicht ganz fit. Irgendwas stimmt nicht.

Ich wollte mich etwas umschauen, aber der Regen setzt ein und ich verkriche mich in Rosali.
Nach einer Stunde Regen kommt doch noch die Sonne heraus und ich kann mich etwas umschauen.
Ich treffe auch noch einen Kamper mit Calwer KZ und rufe ihn an. Wir unterhalten uns durchs Fenster. Gernot, sein Name, ist auch seit September unterwegs, ist aber jetzt am Wendepunkt seiner Reise angekommen.
Nichts ist schöner als Rosali, wenn es draußen kalt und feucht ist 😉
Die Nacht war bei 10°C angenehm. Morgens erfreut mich die Sonne und wärmt Rosali innen auf.

Den Tag verbringe ich mehr oder weniger in Rosali. Die Nachrichten von daheim sind nicht gerade positiv und ich muss die Aufgaben verlagern.
Den einzigen Ausflug mache ich zum Staubsauger von dem Cockpit und vom Sonnenuntergang.
Neben an Sitz eine Familie beim Essen und ich reiche jeden von ihnen eine meiner Orangen, die ich noch von Irak habe. Erstaunlicherweise grüßt mich der Mann mit „Shalom“. Ich habe mir extra angewöhnt an Salami beim Grüßen zu denken damit mir das nicht heraus rutscht und bin erst mal sehr erstaunt und verwundert.
Zum Abendessen gibt es Suppe und Brot. Das Brot versuche ich leicht über dem Feuer zu rösten.
Die Nacht war mit 13°C so warm wie schon lange nicht mehr. Aber der Wind hat zugenommen und ich denke ich habe Nachts auch einen Hagel gefolgt mit Regen gehört.
Morgens müssen sich zwei Hunde unter Rosali gebalgt haben, Hundegebell, Joulen und dann ein Bang. Da hat sicherlich einer in der Aufregung vergessen, dass da eine Rosali herumsteht 😉
Nach dem mir der türkische fein gemahlene Kaffee nicht schmeckt, fällt mir noch ein, dass ich ein halbes Pfund Kaffee noch habe. In den Nachrichten höre ich immer was von hohen Kaffeepreisen. Hier kostet 250g 34,95tl oder 2,14€.
Ich mische horizontal beide Sorten und warte ab was das Ergebnis ist 😉

Viel besser und weniger Mehl in der Gosch 😉













